Bericht 2-Tagesfahrt Oberbayern

 

7. - 8. Oktober 2015

 

Museumsfreunde auf Tour

Bericht von Alexander Folk

(Bitte auf die Bilder klicken)

 

Buchheim-Museum

Und wohin ging es diesmal? Nach Oberbayern, der „Vorstufe zum Paradies“. Erstes Ziel war das Buchheim Museum in Bernried am Starnberger See mit seiner einzigartigen Sammlung von Expressionisten und ‚trivialer’ Volkskunst. Das von dem Stuttgarter Architekten G. Behnisch erbaute Museum schmiegt sich mit seinen ausgedehnten Glasflächen und Holzverkleidungen großartig in die Landschaft des Hirschgartens ein – Natur und Architektur bilden wohl eine einzigartige Symbiose.

 

 

 

Weiter ging die Fahrt in das von Bonifatius 739/40 geweihte Kloster Benediktbeuren, das heute die Hochschule der Salesianer Don Boscos beherbergt, die auf der ganzen Welt für ihre Sozialarbeit berühmt sind. In den Jahren 1680 bis 1685 wurde es durch Feuchtmayr wohldurchdacht barockisiert. Die Klosterkirche zieren die Fresken von H. Georg Asam, dem Vater der berühmten Asam-Brüder. Höhepunkt war zweifellos die St. Anastasia Kapelle auf der Nordseite der Kirche, ein Juwel des Rokokos geschaffen von J. Michael Fischer.

 

In strömendem Regen, der aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat, ging es weiter vorbei an Bad Tölz nach Bad Wiessee, wo im Hotel Post die Zimmer bezogen wurden. Das Abendessen wurde dann im legendären Bräustüberl des Klosters Tegernsee eingenommen, wo man sich das gute Tegernseer Bier und die Schmankerln des Wirts Peter Hubert schmecken ließ.

 

Am nächsten Tag stand das Kloster Tegernsee, das in der Mitte des 8. Jahrhunderts von Mönchen aus St. Gallen gegründet wurde, auf dem Programm. Die Klosterkirche St. Quirinus wurde 1678 barockisiert, und H. Georg Asam war für die reiche, aber zurückhaltende Stuckierung und die Fresken verantwortlich, die den Lebens- und Leidensweg Christi zum Mittelpunkt haben. Die mächtige Kuppel, der „Tegernseer Himmel“, zeigt das Bild der himmlischen Vollendung.

 

 

 

alte Papiermaschine im Betrieb neue Papiermaschine
Danach wartete eine Überraschung auf die Museumsfreunde: ein Besuch der von der Familie Kohler im Jahre 1829 gegründeten Papiermanufaktur in Gmund. Die 1868 installierte großdimensionierte Papiermaschine ist die älteste Europas, die immer  noch in Betrieb ist. Die 120 Mitarbeiter produzieren Feinpapier: es gibt 25 unterschiedliche Kollektionen mit über 100.000 verschiedenen Produktvarianten. Seit 2012 stellt die Manufaktur, die sich auch sehr für den Umweltschutz engagiert,
die goldenen Umschläge für die Oscar-Verleihung her.

 

Nach einem kurzen Stopp im Bauernmarkt Dasing ging es dann zurück nach Böblingen – eine ereignisreiche Reise voller Höhepunkte war zu Ende. Dem Busfahrer, Herrn Sehne von der Firma Pflieger, gilt unser Dank – er brachte uns voller Umsicht an die verschieden Zielorte und tat alles, um die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten.