
Im letzten Jahr wurde die Kunstsammlung der Museumsfreunde durch die Radierung „Richtungswechsel“ (1989) von Werner Liebmann (geb. 1951), bereichert, eine Schenkung eines Mitglieds des Galerievereins. Der Künstler ist ein Meisterschüler von Bernhard Heisig, hat also seine Wurzeln in der früheren DDR. Anlässlich dieses Neuzugangs wurde das Werk nun in Kombination mit anderen Werken der Sammlung den Mitgliedern im Rahmen einer Gesprächsführung vorgestellt.
Unter dem Gesichtspunkt: Was veranlasst Menschen, gegen die Herrschenden zu protestieren und mit welchen Mitteln versuchen sie ihre Ziele zu erreichen? wurde Liebmanns Werk anderen Werken der Sammlung gegenübergestellt: Werner Heisigs Radierung „Frankenhausen“, dann einer Karikatur über die Julirevolution 1830, „Les armes du roi et du peuple“, und schließlich HAP Grieshabers Holzschnitt „Tod und Drucker“.
Lea Wegner informierte über die historischen Hintergründe und stellte Fragen, so dass sich interessante Gespräche über die Bilder entwickelten.
Gerda Lehmann




