
Ausschnitt aus dem Reformationsaltar von Lukas Cranach (1547/48), Stadtkirche Wittenberg.
Der Adventskaffee der Museumsfreunde hat schon eine lange Tradition und wurde von der ehemaligen Leiterin des Museums, Frau Cornelia Wenzel, initiiert. Der Einladung zum diesjährigen Adventskaffee am 1. Advent sind etwa 35 Besucherinnen und Besucher voller Erwartung gefolgt. In der wunderschön adventlich geschmückten Zehntscheuer gab es Hefezopf, Nusskranz Mohnkranz, sowie, passend zum Anlass, leckeres Weihnachtsgebäck zu Kaffee und Tee. Das Besondere war jedoch der Vortrag von Frau Dr. Kobler zum Thema „Frauen der Reformation“, einem Thema, das gut in das Jubiläumsjahr 500 Jahre Bauernkrieg passte.
Frau Dr. Kobler ist als Pfarrerin und Referentin im Böblinger Dekanat vielen Besucherinnen und Besuchern bekannt. Im Rahmen der Regionalinitiative zu 500 Jahren Bauernkrieg hat sie die Veranstaltungen der evangelischen Kirche koordiniert und mitverantwortet. Im ihrem Vortrag ging es um einen relativ unbekannten Aspekt der Reformation, nämlich um Frauen, die eine wichtige Rolle in ihrer Zeit gespielt haben, aber eher in Vergessenheit gerieten. Frau Dr. Kobler zeigte, dass sich Frauen, wie die aufständischen Bauern von den Reformatoren ermutigt gefühlt haben, selbst das Wort zu ergreifen und auf eklatante Missstände ihrer Zeit aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt des Vortrags stand dabei Argula von Grumbach (1492-1568), die selbst Flugschriften verfasste und mutig für ihre Überzeugung einstand, wobei sie und ihre Familie dafür viele Nachteile erleiden musste. Für diesen spannenden Vortrag gab es viel Beifall und danach die wohlverdienten weihnachtlichen Leckereien und Gelegenheit für angeregte Gespräche in stimmungsvoller Atmosphäre.
Die Organisatorinnen danken Frau Dr. Kobler für ihren Beitrag und Herrn Witschel mit seinem Team für die freundliche Unterstützung.
Marianne Schenek-Freier und Dr. Anna Habel-Pöllmann


