
Festung Marienberg
Mit ein wenig Verspätung, da 3 Teilnehmer nicht am vereinbarten Platz angekommen waren, fuhren wir nach einer Frühstückspause an einem Autobahnrastplatz nach Würzburg. Hier wurden wir bereits von 2 Gästeführerinnen erwartet. Mit viel Begeisterung wurden wir durch die Altstadt von Würzburg geführt und haben viele besondere Bauwerke, wie den Dom, die Kilianskirche, das historische Rathaus und die gotische Marienkapelle, die als Höhepunkt spätgotischer Baukunst in Unterfranken und als Nachfolgebau einer zerstörten Synagoge gilt, besucht. Die Marienkapelle ist auch durch die berühmten Figuren von Tilman Riemenschneider „Adam und Eva“, die am Südportal angebracht wurden, bekannt. Inzwischen wurden die Figuren durch Kopien ausgewechselt und die Originale begegneten uns dann im Museum für Franken, das wir am Nachmittag besucht haben. Vorher ging es jedoch zum Essen in den „Alten Kranen“, direkt am Main.
Der Nachmittag begann, wie erwähnt, mit dem Museum für Franken, wo wir die weltbekannte Riemenschneider Ausstellung besuchten. Tilman Riemenschneider war einer der bedeutendsten Bildschnitzer und Bildhauer der deutschen Spätgotik. Er betrieb zwischen 1485 und 1531 in Würzburg eine große Werkstatt. Seine Arbeiten lieferte er bis über die Stadtgrenzen hinaus nach Franken und andere Gegenden. Eine seiner bekanntesten Werke waren die Flügelaltäre in Münnerstadt, Rothenburg und Creglingen. Sehr bekannt waren seine beiden Steinfiguren „Adam und Eva“ an der Marienkapelle. Er schuf beide nackt und dies führte zu einem großen Skandal zu seiner Zeit.
Danach fuhren wir weiter nach Untereisenheim, wo wir ein Weingut im Hundertwasserstil besuchten, einem weiteren Highlight unserer Reise. Neben Kunst und Stadtführung beeindruckte auch die unwahrscheinlich schöne Natur in diesem Herbst. Die Hänge mit den Weinreben leuchteten golden und die Bäume zeigten sich ebenfalls in ihrem schönsten, bunten Kleid.
Leider reichte die Zeit nicht mehr, wie geplant Volkach zu besuchen und so fuhren wir gleich zum Café „Zuckerscheune“ und ließen uns das Vesper und einige auch den Wein aus Franken munden.
Danach ging es wieder nach Hause und ein sehr schöner Tag mit außerordentlich gutem Wetter endete – vielleicht wegen des Weines! – heiter, doch auch etwas müde. Rückkehr in Böblingen um 21.00 Uhr. Von Sabine Wowra





