Aktuelle Berichte

Besuch der Würth-Museen in Schwäbisch-Hall und Künzelsau

Führungen am 10. September 2022

Vormittags besuchten wir das Museum Johanniterkirche in Schwäbisch Hall: in zwei Gruppen lernten die 40 Kunstinteressierten in zwei Führungen die „Alten Meister“, die Reinhold Würth seit etwa 20 Jahren in dieser wunderbaren alten (säkularisierten) Kirche sammelt, näher kennen. Das Highlight ist Würths letzte Erwerbung, die   „Darmstädter Madonna“ von Hans Holbein d. Jüngeren, einer Schutzmantelmadonna, die neben der Sixtinischen Madonna von Raffael zu den berühmtesten Werken dieser Art gehört.

Nach dem Mittagessen im „Goldenen Adler“ fuhren wir zum Museum Würth 2 in Künzelsau, Reinhold Würths neuestem, von dem Stararchitekten David Chipperfield entworfenen Museum.

Präsentiert werden hier hochkarätige Meisterwerke der Sammlung Würth unter dem Titel: „Weitblick. Reinhold Würth und seine Kunst.“ 
Auch hier gab es wieder – wie morgens – zwei sehr bereichernde Führungen.
Anschließend war noch etwas Zeit für einen Kaffee im Museumscafé und/oder einen eigenen Gang durch die Ausstellung. Gerda Lehmann

Kunst zwischen Markt, Biennale und Museum – Stars der internationalen Kunstszene in der Staatsgalerie Stuttgart

Führung am 17.August 2022

Anlass dieser Führung war die Neupräsentation einer im letzten Jahr angekauften Installation von Hito Steyerl, “Power Plants”, in der sich die Künstlerin in eindrucksvoller Weise mit dem von Zerstörung bedrohten Schicksal unseres Planeten auseinandersetzt.

Weitere Schwerpunkte der Führung waren der “Kartoffel“ – Wandspruch des Konzeptkünstlers Laurence Weiner im Gang zwischen dem alten und dem neuen Teil der Staatsgalerie und die neu erworbene Stahl-Skulptur „Concave – Convex (Diamond)“ von Anish Kapoor.

Die Ausführungen der Kunsthistorikerin über diese international renommierten Künstler erweckten bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen großes Interesse an der modernen Kunstszene und regten zum Nachdenken und zum Austausch an.

Gerda Lehmann

 
 

Fahrt nach Nagold und Oberschwandorf: Führung in der Remigiuskirche und Konzert in der Atelierscheune Pöllmann

am 27. Juli und am 30. Juli

Zweimal fuhren Mitglieder der Museumsfreunde und des Galerievereins in unterschiedlichen Gruppen nach Nagold und Oberschwandorf. Auf dem Programm standen eine Führung in der Remigiuskirche und ein klassisches Konzert in der Atelierscheune Pöllmann.

Die Remigiuskirche ist eine sehr alte Kirche aus dem 8.Jh., gebaut auf den Mauern eines römischen Gutshofs. Im 14. Jh. wurde sie mit beeindruckenden Fresken ausgeschmückt. In einer kenntnisreichen Führung wurde uns die Geschichte dieses Kleinods anschaulich vermittelt.

Anschließend ging es weiter nach Oberschwandorf, wo wir uns zunächst bei Kaffee und Kuchen etwas stärken konnten. Den Höhepunkt des Nachmittags bildete das Konzert, mit klassischer Musik für Klavier, Violine und Bratsche (am 27.07.) bzw. Violine und Klavier (am 30.07.), vorgetragen von jungen, talentierten Musikerinnen und Herrn Pöllmann.

Zum Schluss konnten wir uns bei einem kleinen Umtrunk noch etwas austauschen.

Gerda Lehmann

Dr. Tabea Scheible Klöster, Konflikte, Konfessionen – der Handlungsspielraum geistlicher Frauen zwischen Reform und Reformation

Matinee am 17. Juli 2022

Als Nonne eingeschlossen in ein Kloster, fremdbestimmt und ohne Kontakt zur Außenwelt? Oder doch Herrin in ihrem eigenen klösterlichen Reich, mit der Macht zu entscheiden und zu gestalten? Die Referentin Tabea Scheible, seit 2020 Böblinger Stadtarchivarin, spürte der Lebensweise von Klosterfrauen an der Schwelle von Spätmittelalter und Früher Neuzeit im Herzogtum Württemberg nach und warf dabei auch einen Blick auf die damalige Böblinger Klosterlandschaft. Der stark besuchte, lebendige und detailreiche Vortrag löste zahlreiche Nachfragen aus. Gespräche bei Getränken und Imbiss rundeten diese jüngste Folge der Württembergischen Geschichtsstunden in der Zehntscheuer Böblingen ab. Frau Dr. Scheible versprach mit einem neuen Thema im Herbst 2023 wiederzukommen.

Konrad Heydenreich

Böblinger Stadtsilhouette aus den Forstlagerbüchern von Andreas Kieser, 1681. Bild: Landesarchiv Baden-Württemberg.

Bietigheim - Hornmoldhaus und Stadtführung

am 14. Juli 2022

Bei wunderbarem Wetter waren 14 Interessierte sehr pünktlich am Hornmoldhaus angekommen. Deshalb kamen wir in den Genuss, die Erläuterungen zu diesem wundervollen Gebäude noch vor verschlossenen Türen von der wirklich bemerkenswerten Frau Hamich zu bekommen.
Das Gebäude wurde für uns um 11 Uhr geöffnet und wir hatten mit Frau Hamich eine interessante Führung durch dieses geschichtsträchtige Gebäude.
Nach dem Mittagessen im Roßknecht empfing uns unsere Stadtführerin Frau Isolde Höfer und informierte während des zweistündigen Rundgangs sehr kurzweilig über  Geschichte, Skulpturen und Wirtschaft dieser Stadt.
Kornelia Böss

Stadtführung in Tübingen mit Stocherkahnfahrt

am 9. Juni 2022

Tübingen ist eine Stadt, die immer wieder zum Erkunden und Verweilen einlädt! 14 Museumsfreundinnen und Museumsfreunde erlebten bei einer engagierten Führung durch die malerische Altstadt den Charme dieser Stadt und erfuhren dabei viel Interessantes über ihre bedeutende Vergangenheit.

Den Höhepunkt des Ausflugs bildete eine Stocherkahnfahrt, die – in romantischer Abendsonne –  alle zum Genießen und Träumen einlud.

Ruth und Gottfried Ringwald

Fahrt zum Hambacher Schloss und Schloss Bruchsal

am 14. Mai 2022

Am Hambacher Schloss genossen wir die herrliche Aussicht weit ins Land hinein. Die Führer berichteten sehr lebhaft über die Geschichte des Schlosses und was es mit der Deutschen Demokratie auf sich hat. Das Schloss wird als Wiege der deutschen Demokratie bezeichnet, was vor allem mit dem „Hambacher Fest“ vom 27.05.1832 zu tun hat. Statt der geladenen tausend Gäste kamen bis 30.000 Menschen aus den deutschen Bundesstaaten, aus Polen, Frankreich und Großbritannien am Hambacher Schloss zusammen. Es war die bis dahin größte politische Massenveranstaltung in Deutschland. Wegen dieses Festes gilt das Hambacher Schloss neben der Frankfurter Paulskirche als wichtiges Symbol der deutschen Demokratiebewegung.

Seit dieser Zeit weht die schwarz-rot-goldene Fahne auf dem Kastanienberg. Die seit der Revolution von 1830 wachsende politische Unruhe machte sich in Deutschland vor allem im französisch beeinflussten Südwesten bemerkbar. Nationale, liberale und demokratische Forderungen wurden nicht mehr nur von der akademischen Jugend erhoben, sondern auch von breiteren Kreisen des Kleinbürgertums und der Handwerkerschaft.

Sehr stolz ist man darauf, auch die „Ursprungsflagge“ in der Ausstellung zeigen zu können, die von Franzosen und Polen, Männern und Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten gemeinsam gehisst wurde.

Nach der Schlossbesichtigung fuhren wir nach Bruchsal ins Gasthaus zum Bären. Nach dem Mittagessen führten uns Gästeführerinnen durch das Barockschloss Bruchsal. Berühmt ist das Schloss vor allem wegen seines wunderschönen Treppenhauses von Balthasar Neumann und wird als „Krone aller Treppenhäuser des Barockstils“ bezeichnet. Wunderschöne Räume schlossen sich an, die mit ihrer Eleganz beeindruckten. Zahlreiche Künstler, die zuvor in der Würzburger Residenz gearbeitet hatten, statteten die kleinen, aber feinen Prunkräume im Stil des Rokokos aus. Durch Blumengirlanden an den Deckengemälden und Wänden wirkten sie verspielt und hatten nicht den Pomp des Barocks. Beeindruckend waren auch die Farbgebungen – grün und rot – der Wände, die die Gemälde, die chinesischen Vasen und Krüge besonders schön ins Licht setzten.

Bevor wir die Heimreise antraten, machten wir noch einen kleinen Rundgang auf die Rückseite des Schlosses, von der man einen besonders schönen Blick auf das ganze Ensemble mit Schlosskirche und Nebengebäuden sowie Fontänen, Wasserbecken sowie Skulpturen hat.

Sabine und Dieter Wowra

Lutz Ackermann führte durch seinen Skulpturengarten

am 29. April 2022

Ackermann: Sonnenscheibe

„Der Skulpturengarten von Lutz Ackermann ist eine Pilgerstätte für Kunstsinnige und solche, die es werden könnten, wenn sie nur ein einziges Mal diesen Ort aufsuchten. Vorausgesetzt Sie interessieren sich für Bildhauerei.“ So hieß es in der Einladung zur Exkursion nach Nebringen und 25 Kunst-
interessierte kamen. Das Gelände am Bahnwärterhaus ist ein gegen die Welt abgegrenzter Bezirk mit futuristischen Gebäuden aus Eisen und Glas und Rost als durchgängiger Patina, mit symbolträchtigen Großskulpturen und facettenreichen Details. Ein Kultplatz bildnerischer Kreativität, aus der Zeit gefallen, wären da nicht die Anspielungen auf NS-Geschichte und Konsumgesellschaft. Dabei kommt alles poetisch daher. Gabelweihe und Falke überfliegen den Bezirk. Eine Mönchsgrasmücke singt in den hohen, seit den 70er Jahren gepflanzten Bäumen.

Lutz Ackermann

Lutz Ackermann führte die Gruppe mit Erzähllust und Humor. Die Museumsfreunde und Museumsfreundinnen haben den Nachmittag sehr genossen und kommen wieder.

Konrad Heydenreich

 
 

Besuch im „neuen“ Landesmuseum Stuttgart

am 12. und 20. April 2022

Im April besuchten die Museumsfreunde anlässlich der fertiggestellten Sanierung des Landesmuseums die Ausstellung „GeschmacksSache“, eine Präsentation von „vorbildlichem Design um 1900“ im Ständesaal des Museums. Gezeigt wurden Produkte, die im früheren Landesgewerbemuseum (dem heutigen Haus der Wirtschaft) als eine Art „Vorbildersammlung der Geschmacksbildung“ gesammelt worden waren.

Dürnitz im Landesmuseum

 

Nach der Führung konnten sich die Teilnehmer/innen im Café noch etwas austauschen und dabei das wunderbare Ambiente der in modernem Design eingerichteten mittelalterlichen Dürnitz genießen.

Gerda Lehmann

Neuere Architektur in Stuttgart - Hochkultur und Subkultur - Regionalliga oder Champions League?

am 8. März 2022

Eine Gruppe der Museumsfreunde Böblingen erkundete wie sich die unsere Landeshauptstadt verschiedenen gesellschaftlichen Herausforderungen stellt.

Romeo und Julia

Sie schauten sich dazu die denkmalgeschützten Häuser „Romeo und Julia“ von Hans Scharoun im Stadtteil Rot, als Beispiel für die Bewältigung der drängendsten Aufgaben im Städtebau.

Weissenhof

Weitere Besichtigungspunkte waren das Gelände rund um die Wagenhallen und den Stadtacker, sowie die Stadtbibliothek und mehrere Bauten die die renommierte Hugo Häring Auszeichnung erhalten haben.

Die bauliche Antwort für die Kinderbetreuung zeigte eine preisgekrönte Kita im Stuttgarter Osten: ein Veranstaltungsort und ein Gemeinschaftsgarten, von welchen die Besucher nicht gedacht hätten, dass es die in Stuttgart gibt.

Ein schönes Beispiel für den Mut der öffentlichen Hand und den Ideenreichtum von Architekten stellt die John-Cranco-Schule dar.

Christiane Ris

Zoom-Vortrag: Arc de Triomphe wrapped – Christo in Paris

am 16. Februar 2022

Die Verhüllung des Arc de Triomphe im September 2021 nach den Plänen von Christo war Thema eines Zoom-Vortrags der Stuttgarter Kunsthistorikerin Andrea Welz. Bereits seit den 60er Jahren hatten Christo und seine Frau Jeanne-Claude von diesem Projekt geträumt. Christo konnte es 2018 noch initiieren, hat aber die Realisierung nicht mehr erlebt.

Trotz der Corona-Pandemie war die Verhüllung des Triumphbogens ein Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt.

Gerda Lehmann