Aktuelle Berichte

Tagesausflug des Galerievereins und der Museumsfreunde BB nach Hildrizhausen

am 7. Mai 2024

Mit der Schönbuchbahn, mit Bus und mit PKWs machten sich 30 Mitglieder des Galerievereins und der Museumsfreunde auf den Weg in die 900 Jahre alte Schönbuchgemeinde Hildrizhausen. Dort wurden sie vom Ortspfarrer Ross empfangen. Zuerst gab es einen kurzen Film zur Einführung in die Dorfgeschichte.  Anschließend wurden wir von Pfr. Ross kenntnisreich und sehr unterhaltsam durch das Dorf geführt. Er hatte viele Geschichte von Bewohnern auf Lager zur allgemeinen Erheiterung. Wir wurden eingeführt in die Bauweise und Bedeutung der alten Fachwerkhäuser und ihrer Bewohner.
Vor dem alten Schulhaus erfuhren wir, dass es auch schon damals Lausbuben gab, die sich tolle Streiche ausdachten. Auch von Lehrern wusste er zu berichten, die sicher ihrem Beruf nicht gewachsen waren.
In der Nikomedeskirche erklärte er uns die romanische Baugeschichte dieser ungewöhnlichen Kirche. Sie ist die älteste Kirche im Süddeutschen Raum.

Nach einem Mittagessen in der Trattoria zum Löwen besuchten wir den Künstler Guillermo de Lucca in seinem Künstlerhaus. Er begrüßte uns mit einem Glas Sekt und lud uns ein zu Kaffee und Kuchen.
Wir waren uns einig, dass er zu den ganz großen Künstlern gehört. Schade, dass er trotz vielfacher Auszeichnungen relativ unbekannt ist auch in unserer Gegend.

Alle waren sich einig, dass ein besonderer Tag in „Hausen“ am Schönbuchrand zu Ende ging, nach dem Motto:“ Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!“
Ruth Ringwald

Ein Tag im Christian-Wagner-Haus in Warmbronn

am 17. April 2024

Wir tauchten in das Leben eines Mannes ein, der neben einer harten Alltagsarbeit Gedichte schrieb über Blumen und Menschen, von Geburt und Tod und vom Leben. Christian Wagner (geboren 1835, gestorben 1918) war ein kleiner Bauer der in den wenigen Freistunden, besonders an den Sonntagnachmittagen, in den Wäldern der Umgebung herumwanderte.

Hermann Hesse nannte ihn „einen Dichter von der alten heiligen Art, einen Seher und Gläubigen“. Mit gutem Grund, denn Wagner predigte als erster die Ehrfurcht vor dem Leben, über die Achtung und Schonung alles Lebendigen.

Das Geburts- und Wohnhaus Christian Wagners präsentiert sich nach einer umfangreichen Renovierung seit 1983 als Museum. Im Februar 2018 wurde die komplett neu gestaltete Ausstellung „Christian Wagner – Leben und Werk“ eröffnet.

Sehr lebendig gab uns Frau Deuse, 1. Vorsitzende der Christian-Wagner-Gesellschaft, Einblick in das Leben ihres Ururgroßvaters Christian Wagner, dessen Gedanken und Ideen zum Schutze aller Natur aktueller sind denn je.

Im Gasthof zum „Grünen Baum“ in Warmbronn, über das Christian Wagner dichtete, fanden wir Gastlichkeit und Sigrid las uns seine Verse vor. Noch ein kleiner Ortsrundgang und schon brachte uns der Bus nach einem interessanten Tag wieder in unsere Zeit zurück.

Lucia Grandel

Matinee mit Dr. Tabea Scheible, „Historische Poesiealben – Die Gedanken sind frei?“

am 17. März 2024

In der Matinee berichtete unsere Stadtarchivarin Frau Dr. Scheible von einem Poesiealbum, das sich im Böblinger Stadtarchiv befindet. Es gehörte einem jungen Mädchen mit dem Vornamen Lina, das in den Jahren um 1875 in Böblingen gewohnt hat und hier zur Schule gegangen ist.

Bilder: Stadtarchiv Böblingen/Archiv Paulinenstift

Als Stadtarchivarin interessiert sich Frau Dr. Scheible für Linas Lebensweg, und so schaute sie sich das Poesiealbum unter der Fragestellung an: was sagen die Einträge in Linas Poesiealbum über den sozialen Stand und die finanzielle Situation ihrer Familie? In welche Schulen ist Lina gegangen?

In welchen Orten hat sie gelebt? Wie waren die Lebensumstände für junge Mädchen wie Lina in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts?

Auf viele dieser Fragen fand Frau Dr. Scheible anhand der Einträge in Linas Poesiealbum sowie aufgrund eigener Recherchen interessante Antworten! Manche Fragen blieben aber auch (noch) offen, so dass es zum Schluss hieß: „Fortsetzung folgt“.
Gerda Lehmann

Süße Schokoladenstadt Stuttgart – ein Rundgang mit Doris Zilger

am 7. Februar 2024

Stuttgart war lange Jahre Deutschlands süße Schokoladenhochburg. Marken wie Ritter, Waldbaur, Haller, Eszet, Tobler, Schoko-Buck, Moser-Roth und Frigeo ließen und lassen Kinderaugen strahlen und das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Das nahmen wir zum Anlass, einmal mehr darüber zu erfahren. Am 7. Februar begaben sich 21 Museumsfreunde und Museumsfreundinnen nach Stuttgart und erhielten von Doris Zilger auf dem informativen Rundgang interessante Informationen.

Wir ließen uns Kostproben vom Stuttgarter Maultäschle, Katzenzunge, Eszet-Schnitte, Ritter-Sport, Moser-Roth und Toblerone schmecken und erhielten dazu nähere Erklärungen.
Außerdem konnten wir in den Geschäften von Leonidas, Läderach und der Confiserie Selbach sehen, wo man heutzutage in Stuttgart leckere Schokolade etc. erwerben kann.
Kornelia Böss